KAMERA

Für die Bildaufzeichnung verwende ich Broadcast zertifizierte Sony 4K Camcorder. Ich verfüge über drei Sony PXW-Z150 und zwei PXW-X70. An einer PXW-X70 habe ich einen hochwertigen Weitwinkel-Konverter von Canon. Dies ist besonders vorteilhaft für die Abbildung der Totale in engeren Konferenzräumen. Beide Camcorder haben einen 1 Zoll Sensor und passen farblich sowie in der Auflösung perfekt zueinander. Die professionellen SDI Anschlüsse ermöglichen lange Kabelwege und eine einfache Integration in die Peripherie. Mit dieser Anzahl an Kameras lassen sich die meisten Szenarien ansprechend auflösen. Bei einer Podiumsdiskussion bevorzuge ich z. B. den Einsatz von vier Kameras. Eine Kamera als Supertotale, eine Kamera für die gesamte Sitzgruppe, eine Kamera fest auf dem Moderator und eine Kamera geführt vom Stativ für die Großaufnahme des jeweiligen Sprechers. In dieser Konstellation ist es möglich einen Livestream mit nur einem Kameramann, aber mit einer Vielzahl von Einstellungen abwechslungsreich abzubilden. Für den Abgleich der Kameras und die Bildkontrolle verwende ich einen professionellen Sony Broadcast Referenzmonitor.

PTZ

PTZ steht für Pan/Tilt/Zoom. Ich verfüge über 3 PTZ Optics 12 SDI. Diese Kameras können über einen Controler gesteuert werden. Einzelne Kamerapositionen können abgespeichert und per Knopfdruck abgerufen werden. Dieses System ist besonders geeignet, um Panel in U-Form oder Talkrunden an einem Tisch abbilden zu können. Die kleinen Kameras können recht unauffällig platziert werden und durch die Fernsteuerung sehr variable, unterschiedliche Einstellungen einfangen.

TALLY

Als Rotlicht für die Kameras kommt das FlexTally  System zum Einsatz. Dies ermöglicht eine perfekte Orientierung für die Personen vor der Kamera. So können die Moderatoren oder Moderatorinnen Ihr Publikum direkt in der richtigen Kamera ansprechen. Geübte TV Moderator:innen fühlen sich sofort Zuhause.

vMix

Bei der Livestream Produktion setze ich auf die: vMix Live Production Software.

Die sehr flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten von vMix machen diese Software zum ultimativen Tool. Über die Streaming-Funktion kann man zu drei unterschiedlichen Adressen senden. vMix verfügt über zwei externe Ausgänge, über die man Signale zum Beispiel auf Monitore senden kann. Weitere Signale können mit NDI als Ein-Ausgang über das Netzwerk angelegt werden. Grafiken und Videos lassen sich mühelos einbinden. vMix enthält eine vierfache Overlay-Funktion zum Einblenden von Inhalten. Die Bildmischung erfolgt über die Cut, Fade und Merge-Funktion. In vMix lassen sich alle Eingänge über Trigger in diversen Funktionen automatisieren. So kann man zum Beispiel am Ende eines Videos automatisch auf das Kamerabild zurückschalten. Die Software lässt sich über ein Streamdeck steuern. Auf dem Streamdeck liegen dann, frei konfigurierbar, die Schalter für Quellen und Aktionen. So ist es möglich, ein Video zu starten und gleichzeitig das Signal auf einen Monitor für das Saal-Publikum auszugeben. Auch im Audiobereich zeigen sich diverse Stärken. vMix verfügt über eine Vielzahl an Audiobussen, über die ein komplexes Signal-Routing möglich ist. Die Pro-Version verfügt über acht Call-Links. Die in der Software generierten Links können vom Gast in einem Browser geöffnet werden. So kann ein Gast an einer Sendung teilnehmen, ohne eine besondere Software installieren zu müssen.

Die Software läuft bei mir auf einem leistungsstarken dedizierten PC: i9-10920X/32GB/RTX4000 8GB/Deck­Link Duo 2